Vorwort

Zu meinen schönsten Aufgaben als Gemeindereferentin zählt es, Familiengottesdienste mit vorzubereiten. In den jeweiligen Vorbereitungsteams engagierter Männer und Frauen stellen wir uns immer wieder neu der großen Herausforderung, Gottesdienste so zu gestalten, dass sowohl Kinder und Jugendliche als auch Erwachsene und Senioren angesprochen und mit eingebunden sind. Wichtig ist uns dabei stets, die vorgesehenen biblischen Texte des Alten und Neuen Testaments als Ausgangspunkt all unserer Überlegungen in den Mittelpunkt zu stellen. So sind diese Fürbitten – welche dann im Gottesdienst von ganz unterschiedlichen Personen vorgetragen werden – auch eine Frucht vieler Glaubensgespräche und Glaubenserfahrungen im Vorbereitungsteam.

Die Fürbitten möchten dazu beitragen, dass Gottes Wort im Hier und Heute lebendig wird und bedeutsam bleibt. Des Weiteren ist natürlich die Feier des Kirchenjahres (Feste, Hochfeste, Heiligenfeste, Brauchtum) stets neu Anlass und Ermutigung, unsere menschliche Sorge und Not, unsere Hoffnung und Sehnsucht ins Wort zu bringen und diese im Rahmen der Fürbitten vor Gott zu tragen. Das besondere Anliegen dieses Fürbittenbuches lässt sich in dem Anspruch zusammenfassen, Leben und Glauben sichtbar und spürbar zu verbinden. So haben auch Fürbitten zur Spendung der Sakramente hier ihren festen Platz. Gerade an den „Knotenpunkten“ unseres Lebens wollen sie uns Gottes wirkmächtige Gegenwart, seine liebende und heilende Nähe leibhaftig erfahrbar machen.

Und es ist mir eine besondere Freude, auch für ganz konkrete Ereignisse und Anlässe im Leben der Familien und der (Pfarr–) Gemeinden Gebetsanliegen zu formulieren. So finden sich Fürbitten zur Feier der Goldenen Hochzeit, zur Beerdigung, zur Altarweihe, zum Priesterjubiläum und zum Schulanfangsgottesdienst in diesem Buch, ebenso wie Fürbitten zur Einweihung von Jugendräumen, zum Jubiläum der freiwilligen Feuerwehr, des Sportvereins oder des Frauenbunds und – weil es zum Glauben gehört, das Leben zu feiern – auch zum Stadtfest. Gerne will ich mit meinem Fürbittenbuch allen Kindern und Jugendlichen, allen Frauen und Männern Mut machen, das Wort Gottes als den roten Faden in ihrem Leben zu entdecken und sich an ihm festzuhalten.

Lasst uns der Verheißung Jesu trauen, indem wir miteinander und füreinander beten und aus der Kraft des Gebets handeln! „Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet.“ (Mt 7,7)

Theresia Zettler, im Frühling 2019

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